Tage der Zukunft Tage der Zukunft (Bildquelle: © Ha Shao Hui)

Tage der Zukunft

Ernte 10. Tage der Zukunft 2016 in Arnoldstein, Österreich: Es lebe die Zukunftskraft Vielfalt!

Zum insgesamt zehnten Mal gestaltete das Institut für Zukunftskompetenzen (IFZ) heuer die Tage der Zukunft in Arnoldstein. Intensiv arbeiteten 19 ausgewählte Teams vom 14. bis 17. Juni an ihren großteils regionalen Projekten für eine lebenswerte Zukunft. Internationale Wissenschafter steuerten die globale Sichtweise bei. Gemeinsam gelang „das Wunder von Arnoldstein" (Originalzitat eines Teilnehmers).

Fotos unseres syrischen Fotografen Hamodeh Alkhalili

Lerntransfer für Projektteams 2015

Was haben die Tage der Zukunft 2015 bewirkt und wie haben sich die Projekte im Laufe des Jahres entwickelt? Welche „learnings and failings" möchten wir weitergeben? Das waren einige Fragen, mit denen sich VertreterInnen der Projektteams des letzten Jahres in einem eigens dafür kreierten Lerntransfer am 14. Juni stellten. Die PotentialgestalterInnen Andrea Krassnig, Sabine Varetzka-Pekarz, Udo Müller und Reinhard Gussmagg verwendeten dafür als Basis das 5-Welten-Modell www.5-welten-modell.at

Die Ergebnisse wurden von Reinhard Gussmagg grafisch eindrücklich aufbereitet und sind hier zu sehen:

Vernetzungen im Zukunftsbrutkasten

37 Einreichungen gab es für diesen einzigartigen Zukunftsbrutkasten, der diesmal unter dem Thema „Zukunftskraft Vielfalt – Es ist alles gesagt, es geht um’s Tun" stand. Eine Jury wählte die 19 vielversprechendsten Projekte aus sechs Nationen aus. In der wieder aufgebauten Klosterruine Arnoldstein entwickelten die Teams im „Labor der Zukunft" mit Coaches, ExpertInnen, StudentInnen und SchülerInnen ihre Ideen weiter. „Besonders erfolgreich war die Vernetzung von Teams in den Themenkreise Integration und Landwirtschaft, in dem vier Teams aus Slowenien und Italien zusammen gespannt wurden", berichtet IFZ-Geschäftsführer Harald Schellander. Zum Thema Regionalwährung wurde ein öffentlich zugänglicher Workshop angeboten. „Gut möglich, dass nun bald in einigen Gemeinden Kärntens und sogar in der Moselregion in Deutschland Regionalwährungen eingeführt werden", so Schellander.

Weitere Teams widmeten sich Projekten aus den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Gesellschaft, Architektur und Gesundheit. Die ProjektleiterInnen kamen aus Österreich (mit Schwerpunkt Kärnten), Italien, Slowenien, Tschechien und Deutschland. Auch ein Team mit Migranten aus Syrien war dabei. Insgesamt besuchten rund 250 ZukunftsgestalterInnen die Tagen der Zukunft und waren begeistert. Die Feebacks reichten von „Das Wunder von Arnoldstein" bis zu „noch selten eine Veranstaltung erlebt, die eine so ausgewogene Mischung aus Spiritualität, Professionalität und selbst Machen miteinander verbunden hat".

www.tagederzukunft.at/labor/projekte-2016/

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Unis München und Lille

Besonders gelungen war auch die Zusammenarbeit mit dem Rachel Carson Center (RCC) der Uni München, dem weltweit größte geisteswissenschaftlich ausgerichtete Umweltforschungszentrum, und der Université catholique de Lille et de Lyon (Frankreich.) Gemeinsam mit dem IFZ wurde der internationale Kongresstag am 16. Juni mit dem Titel "Towards a more diverse Future - Global Challenges - Local Experiences" konzipiert und organisiert. Eröffnet wurde diese Tagung mit einem Impuls von Claudine Villemot-Kienzle zum Thema „Unsere Evolution als Inspiration für Zukunftsgestaltung". Daran schlossen die Überlegungen der US-amerikanischen Friedens- und Zukunftsforscherin Linda Groff an, wie in einer immer komplexer werdenden Welt gleichzeitig Einheit und Vielfalt gelebt werden können. Ethno-Ökologe Gary Martin, Direktor der Global Diversity Foundation mit Sitz in Marokko, beeindruckte als Impulsgeber ebenso wie StudentInnen des RCC mit Präsentationen ihrer aktueller Forschungsprojekte. Die aus Frankreich stammende Innovationsmanagerin Shéhérazade Benzerga brachte Beispiele, wie Innovation auf Digitalisation trifft. Nach dem Motto „Think global – act local" wandten die Teilnehmenden am Nachmittag die gewonnen Erkenntnisse für ihre eigenen Projekte an.

4. Planetary Award vergeben

Linda Groff und Gary Martin wurden am Abend mit den internationalen Planetary Awards ausgezeichnet. Diese wurden heuer zum vierten Mal vom IFZ gemeinsam mit der Initiative Design me a Planet an Persönlichkeiten, Unternehmen und Organisationen vergeben, die sich vorbildlich für Vielfalt, Nachhaltigkeit, Kooperation und Gemeinwohl engagieren. Kärntner Preisträger war diesmal der Club Tre Popoli. Seit 30 Jahren trägt diese zivilgesellschaftliche Organisation wesentlich dazu bei, Respekt, Verständnis und Kooperationen zwischen den Menschen der Regionen am Schnittpunkt des slawischen, romanischen und deutschen Kulturraums zu fördern. Das Team um Obmann Walter Wratschko und Stellvertreter Mario Rausch brachte zum Jubiläum auch die Anthologie „Wohin geht die Reise? Vom Neben- und Miteinander im Alpen-Adria-Raum" heraus.

Vielfalt an Kooperationspartnern

Eine große Vielfalt von Kooperationspartnern auf regionaler und internationaler Ebene haben wieder zum Erfolg der Tage der Zukunft beitragen. Landesrat DI Christian Benger nahm sich Zeit, im „Labor der Zukunft" mit den Projektteams zu diskutieren und den internationalen Kongresstag zu eröffnen. Arnoldsteins Bürgermeister Erich Kessler als engagierter Gastgeber sagte seine Unterstützung auch für die kommenden Jahre zu. Seitens der Wirtschaft beteiligte sich wieder die Wirtschaftskammer Kärnten (seit Beginn der Tage der Zukunft als Unterstützer dabei), Euronova Industriepark, UIAG, Kärntner Restmüllverwertung (KRV) und kelag Wärme. Regional und international wirkten weiters die Plattform Zivilgesellschaft Kärnten, Starthilfe AP, die CHS Villach (unter anderem mit einer Kunstausstellung in der ehemaligen Klosterkirche), die Potentialgestalter, das Business Center Kranj, Nicha Ljubljana, Friuli innovatione und die Social Architects Community mit.

www.tagederzukunft.at/partner/

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Vorschau 2017

Die nächsten Tage der Zukunft Arnoldstein sind vom 12. bis 14. Juni 2017 geplant. Im Zentrum werden wieder der Call for projects (ab Jänner 2017 geöffnet) und der offene, internationale Charakter der Veranstaltung stehen.

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